Alte Schäferei

Gerätemuseum des Coburger Landes

Aktuelle Ausstellung

WaldGeschichten.
Forst und Jagd in Bayern 811-1811


Die im Jahr 2011 vom Bayerischen Hauptstaatsarchiv konzipierte Ausstellung “WaldGeschichten. Jagd und Forst in Bayern 811-1811” war bereits im Freilichtmuseum Glentleiten sowie in deutlich erweiterter und überarbeiteter Form im Bauernmuseum Frensdorf zu sehen. Nun wird die Frensdorfer Neufassung – bestückt mit ca. 250 Objekten aus der Sammlung des Gerätemuseums des Coburger Landes - in den Räumen der Alten Schäferei neu präsentiert.

Der Wald prägt auf entscheidende Weise das Landschaftsbild des Coburger Landes. Der Coburger Forst und der Callenberger Forst umschließen das direkte Stadtgebiet. Der Norden des Landkreises Coburg gehört bereits zum Vorland des Thüringer Waldes
Im Osten schließt sich der Frankenwald an. Verbunden mit den rauen klimatischen Bedingungen bot sich den Menschen ein Lebensumfeld, in dem die Sicherung des Lebensunterhaltes einherging mit schwerer körperlicher Arbeit auf dem Feld sowie im Wald.

Auch in unserer Region versorgte der Wald die Menschen über viele Jahrhunderte auf unterschiedlichste Weise. Er lieferte nicht nur Pilze, Beeren und Honig sondern auch zahlreiche Produkte des täglichen Bedarfs: Harz zum Pichen von Bierfässern oder Pottasche zur Glasherstellung. Über lange Zeit war die Waldweide unentbehrlich für die Ernährung der Rinder und Schweine. Zweige, Blätter und Laub dienten als Viehfutter und Laub als Viehfutter und Einstreu.

Holz ist ein vom Menschen seit Jahrtausenden genutzter Rohstoff. Über viele Jahrhunderte war er unverzichtbar im täglichen Leben und Wirtschaften. Holz diente als Energielieferant und wurde auf vielfältige Weise verarbeitet: Als Bauholz entstand daraus für Mensch und Tier das sprichwörtliche „Dach über dem Kopf“, aber auch zahlreiche Dinge des alltäglichen Gebrauchs waren aus Holz gefertigt. Dazu gehören Geschirr, Besteck oder Spielzeug genauso wie die oft kunstvoll geschreinerten und bemalten Möbel, wie sie die Alte Schäferei aus der Sammlung von Gustav Fischer zeigt.

Wenngleich der Rohstoff Holz allgegenwärtig war, war die Nutzung der Wälder oft von gegensätzlichen Interessen geprägt und - wie im waldreichen Coburger Land – in Form von Kooperationswaldungen oder durch Holzgerechtigkeiten klar geregelt.

Die Ausstellung beleuchtet mit ca. 250 Objekten aus dem Bestand des Gerätemuseums Ahorn in einem breit angelegten Spektrum die Entwicklung und Verwaltung, vor allem aber die Nutzung der heimischen Wälder durch die ländliche Bevölkerung sowie unterschiedlicher Gewerke wie beispielsweise der Büttnerei, Korbflechterei oder dem Zimmererhandwerk.

Die Präsentation der Ausstellung folgt thematisch der im Jahr 2012 im Museumskonzept verankerten inhaltlichen Neuausrichtung der Alten Schäferei. Diese sieht neben der Thematisierung der Schafhaltung und seiner Geschichte die stärkere Berücksichtigung des Bereiches Holz und Holzverarbeitung im Coburger Land vor.

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